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Internet und Mobilfunk

Das Internet ist schnell. Es ist nur nicht dein gewohntes Internet

Funktioniert in chinesischen Netzen

  • WeChat, Alipay und Miniprogramme
  • Chinesische Karten- und Fahrdienst-Apps
  • Chinesische Buchungs- und Liefer-Apps
  • Die meisten internationalen Nachrichtenseiten

Gesperrt oder unzuverlässig

  • Google, einschließlich Gmail und Maps
  • Instagram, Facebook, X und WhatsApp
  • Die meisten westlichen Messenger
  • Die Online-Funktionen von Google Translate

Viele erwarten bei der Ankunft ein langsames oder kaputtes Internet. Beides stimmt nicht. Es ist extrem schnell, hervorragend ausgebaut und voller Dienste, die du noch nie benutzt hast. Gleichzeitig fehlen ganz unauffällig etwa neun Dinge, die du sonst jede Stunde ganz selbstverständlich nutzt.

Was ausfällt

Google, komplett: Gmail, Maps, Drive und die Online-Funktionen von Translate. Außerdem Instagram, Facebook, X und WhatsApp.

Das wirklich ernste Problem sind nicht die sozialen Netzwerke. Wenn deine Zwei-Faktor-Codes bei Gmail ankommen, sperrst du dich womöglich aus deinem Bankkonto, deiner Flugbuchung und sogar deinem E-Mail-Konto aus – in einem Land, in dem du das Postfach mit dem nötigen Code nicht öffnen kannst. Kläre das vor dem Flug. Kaum etwas auf einer China-Checkliste hat größere Folgen, und doch steht es fast nie darauf.

Roaming oder lokale SIM

Beim Roaming läuft dein Datenverkehr über deinen heimischen Anbieter. Deshalb greifen die Sperren meistens nicht. Viele Reisende bemerken die Firewall dadurch gar nicht. Prüfe aber den Tagespreis, bevor du dich darauf verlässt.

Eine lokale SIM oder eSIM ist schneller und viel günstiger, bringt dich aber vollständig ins chinesische Internet – mit allen Folgen. Manche Reise-eSIMs leiten über Hongkong und umgehen das. Lies genau, was du kaufst: Die Beschreibungen sind oft absichtlich vage.

Vor der Landung installieren

  • WeChat und Alipay. Für Zahlungen, Verkehr, Speisekarten und Termine. Registriere dich zu Hause, denn du brauchst dafür SMS.
  • Eine chinesische Karten-App. Amap oder Baidu. Google Maps ist gesperrt, und die China-Daten waren schon vorher dürftig.
  • DiDi, mit bereits hinterlegter Karte.
  • Eine Übersetzungs-App ohne Google im Hintergrund. Alles, was Google-Server kontaktiert, fällt genau dann aus, wenn du es brauchst.

Der Haken beim WLAN

WLAN gibt es in Cafés und Hotels fast überall. Häufig brauchst du aber eine chinesische Handynummer, an die der Anmeldecode geschickt wird. Die hast du vielleicht nicht. So verbraucht man mobile Daten in einem Café mit kostenlosem WLAN, in das man nicht hineinkommt.

Häufige Fragen

Ist Google in China gesperrt?

Ja. Gmail, Maps, Drive und die Online-Funktionen von Google Translate funktionieren in chinesischen Netzen nicht.

Umgeht Roaming die Great Firewall?

Meistens. Der Datenverkehr läuft über deinen heimischen Anbieter, sodass die Sperren gewöhnlich nicht greifen. Die Tageskosten sind dafür höher.

Brauche ich in China ein VPN?

Das hängt davon ab, was du nutzen möchtest. Für chinesische Dienste nicht. Für Google und westliche soziale Netzwerke mit einer lokalen SIM werden VPNs eingesetzt.

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